Drei intensive Tage auf dem Starnberger See liegen hinter dem Team vom SMCÜ. Bei wechselhaften Bedingungen – von drehenden Leichtwinden über Flaute bis hin zu Gewittern – kämpfte sich das Team beim ersten Spieltag der 1. Segel-Bundesliga 2026 von Rang 14 nach oben und schloss den Spieltag letztlich auf dem fünften Platz ab.
Der Freitag bescherte dem Team frühlingshaften Sonnenschein, aber nur leichte und unbeständige Winde aus Ost mit rund fünf Knoten. Die Windrichtung drehte immer wieder – teils um bis zu 100 Grad – und stellte die Teams vor taktische Herausforderungen. Nach mehreren Startverschiebungen konnten fünf Rennen gesegelt werden. Mit Platzierungen von 4, 6, 3, 2 und 3 schlossen Steffen, Sven, Dominic und Maxi den ersten Tag auf Rang 14 ab. Besonders die Läufe drei und vier stimmten zuversichtlich: Zwei gute Starts und das richtige Gespür für den Linksdreher brachten das Team nach vorne. Im vierten Lauf rückten sie kurz vor dem Ziel sogar noch auf Platz zwei vor.
Der Samstag blieb aus seglerischer Sicht komplett ereignislos. Keine J/70 verließ den Hafen – weder am Vormittag noch am Nachmittag. Der Wettfahrtleiter kommentierte trocken: Der Wind reichte weder in seiner Stärke noch in seiner Ausdehnung über den See für verwertbare Rennen aus. Die Zeit nutzte das Team für einen Verdauungsspaziergang durch Starnberg und eine Einheit Schafkopf-Grundkurs, ehe der gastgebende MRSV mit Spanferkel, Stegbier und einer Bootshaus-Party für die nötige Ablenkung sorgte.
Der Sonntag lieferte, was der Samstag schuldig geblieben war – zumindest am Vormittag. Bei konstantem Westwind um zehn Knoten und Regen startete das SMCÜ-Team früh in den Tag. Im ersten Rennen arbeiteten sich Steffen, Sven, Dominic und Maxi trotz suboptimalem Start auf der ersten Kreuz nach vorne und sicherten sich Platz zwei knapp hinter dem Düsseldorfer Yachtclub.
Das zweite Rennen des Tages war das Bodensee-Battle gegen BYCÜ und SMCÜ. Nach einem erneut nicht optimalen Start drückten die direkten Konkurrenten das Team zunächst in die Abwinde. Doch auf der linken Seite nutzten sie einen Linksdreher konsequent, liefen auf und übernahmen die Luvtonne als Erste. Den Vorsprung verteidigten sie bis ins Ziel – Platz eins und das Bodensee-Battle gewonnen.
Nach einer Sturmunterbrechung mit Hagelschauer am Mittag kamen nur noch wenige Wettfahrten zustande. Das letzte Rennen des Flights wurde nicht mehr fertiggestellt, sodass das Team eine Durchschnittswertung erhielt. Am Ende des Spieltags stand der fünfte Platz – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Auftakt.
Den Spieltag gewann der Joersfelder Segel-Club vor dem Mühlenberger Segel-Club und dem Potsdamer Yacht Club. Der Nachbarclub BYCÜ sicherte sich den vierten Platz. Über die stetige Steigerung und den abschließenden Laufsieg freut sich das Team, auch wenn man gerne noch mehr gezeigt hätte.
Der nächste Spieltag findet bereits in zwei Wochen statt: Vom 1. bis 3. Mai richtet der Bayerische Yacht-Club ebenfalls auf dem Starnberger See aus. Das Team vom SMCÜ freut sich auf die nächste Chance und will zeigen, dass es konstant vorne mitfahren kann.
Ein herzlicher Dank gilt den Sponsoren BestChem/PrintChem, ProSana und der Volksbank Überlingen sowie allen Spendern – ohne ihre Unterstützung wäre das Liga-Segeln nicht möglich!